Auszeichnung für verdiente Sportler / OZ vom 05.06.2018

 Fußball: Kreis Ostfriesland hatte Ehrenamtspreisträger nach Aurich eingeladen
Aurich – Der Fußballkreis Ostfriesland ehrte zum ersten Mal als Großkreis Sportler aus den Kreisen Aurich, Emden, Leer und Wittmund die sich um das Ehrenamt verdient gemacht haben. Alwin Harberts als Ehrenamtsbeauftragter des Fußballkreises hatte zu dieser Veranstaltung in die Räumlichkeiten der Kreisvolkshochschule Aurich geladen.

 Grußworte überbrachten vom Fußballbezirk Weser-Ems der 2. Vorsitzende Harald Koning, Frank Schüür vom Turnerbund Leer, Monika Fricke vom Landkreis Leer und Jörg Reinhardt von der Sparkasse Aurich-Norden.

 „Sport und Ehrenamt ist Lebenskraft“, brachte es Frank Schüür vom Turnerbund Leer auf den Punkt. Gleichzeitig forderte er auf, weiterhin Personen zu finden, die sich für das Ehrenamt zur Verfügung stellen. In einem kurzem Referat berichtete Niklas Pinkernell (TuS Esens) als geehrter Fußballheld von seiner Bildungsreise nach Santa Susanna in Spanien und einem unvergesslichen Besuch im Stadion Nou Camp beim FC Barcelona. Ferner berichteten Ehrenamtspreisträger über ein Erlebniswochenende in Barsinghausen, welches mit dem Bundesligaspiel Hannover 96 gegen den Hamburger SV ihren Höhepunkt hatte.

 Folgende Sportler wurden geehrt – Bereich Aurich: Christian Motzki (Germania Wiesmoor), Bernhard Hardy (SV Großefehn), Remmer Pläsier (FC Norden), Thomas Hoffrichter (TuRa Marienhafe), Gerd Behrends (SV Egels-Popens), Carsten Murra (JFV Brookmerland), Steffen Feyerabend (SpVg Aurich), Holger Schüller (TuS Pewsum).
Leer: Martin Tammen (Fortuna Veenhusen), Wilhelm Becker (Fortuna Veenhusen), Grietje Kuhlemann (Viktoria Flachsmeer), Michael Eilers (SV Stikelkamp), Holger Janssen (TSV Idafehn).
Emden: Carsten Krause (FT 03 Emden), Christian Fraas (BW Borssum), Alan Price (SV Petkum).
Wittmund: Kirsten Ommen (TSV Carolinensiel), Niklas Pinkernell (TuS Esens), Ewald Hinrichs (BSC Burhafe), Ralf Backhaus (Esens).

Bronze bei Turnier mit 1500 Startern / OZ vom 05.06.2018

 Judo: Erfolg für Pilsumerin Skadi Koster bei Wettbewerb in den Niederlanden

 Die Krummhörnerin verlor den ersten Kampf gegen eine Niederländerin. Dann folgten nur noch Siege.

 Pewsum – Das Judoturnier in Venray ist mit 1500 Teilnehmern an zwei Wettkampftagen das größte Kinder- und Jugendturnier der Niederlande und eines der größten in Europa. Zu den Teilnehmern aus 32 Ländern (unter anderem aus den USA, Kanada, Russland) gehörte auch Skadi Koster vom TuS Pewsum. Sie belegte einen tollen dritten Platz in ihrer Klasse.

 Alle Finals werden in einer eigens hergerichteten „Final Hall“ ausgetragen und auf einer Großbildleinwand und auch per Livestream im Internet übertragen.

  Skadi Koster trat in der U15 (Gewichtsklasse bis 36 Kilogramm) an. In der ersten Auseinandersetzung traf sie mit Jane Demmers auf eine starke Kämpferin aus den Niederlanden. Mit fortlaufender Kampfdauer zeichneten sich leichte Vorteile zu-gunsten der Niederländerin ab. Die Entscheidung fiel letztlich bei einem Wurf Jane Demmers, der Skadi auf die Seite beförderte und Jane eine Waza-ari-Wertung bescherte. Wenig später landete die Ostfriesin unsanft auf der Matte und musste kurz mit Nasenbluten behandelt werden. In der Folge gelang beiden Mädchen keine Wertung mehr, sodass sich die TuS-Kämpferin geschlagen geben musste. Der Weg in die Finalhalle ging jetzt also nur noch über die Trostrunde.

 Hier wartete jedoch mit der Belgierin Léa Parys keine Geringere als die Drittplatzierte der belgischen Meisterschaften. Zunächst hatte Parys leichte Vorteile, aber Skadi hielt stark dagegen. Die Entscheidung fiel, als Skadi einen Wurfansatz der Belgierin übernahm und sie auf die Seite beförderte. Diese Waza-ari Führung brachte die Pilsumerin über die restliche Wettkampfzeit.

 Nun ging es gegen Vanessa Gretzki vom TSV Abensberg in Bayern um den Einzug ins kleine Finale. Auch diese Begegnung entwickelte sich zu einem Krimi, bei der die erste Wertung den Ausschlag gab. Skadi schickte die Abensbergerin seitlich auf die Matte. Der folgende Waza-ari brachte Skadi den Auftritt in der Finalhalle.

 Ihre Gegnerin im Kampf um Bronze war mit Johanka Zimlova die tschechische Vizemeisterin. Gegen sie hatte Skadi Koster vor zwei Jahren im Halbfinale gewonnen. Es entwickelte sich ein packender Kampf, bei dem in der regulären Wettkampfzeit keine Wertung erzielt wurde. So musste die Entscheidung im Golden Score fallen. Die Norddeutsche Meisterin steigerte hier den Druck auf ihre Gegnerin und erzwang so die Entscheidung. Mit der dritten Shido-Bestrafung gegen Zimlova beendete schließlich der Kampfrichter die Auseinandersetzung zugunsten von Skadi Koster. Bei der Siegerehrung überreichte der belgische Olympiadritte Dirk van Tichelt die Medaille an die Krummhörnerin.

Pewsum holt Trainer und Spieler aus der U23 / OZ vom 23.05.2018

Fußball: 31-jähriger Bernd Janssen wird Coach des aktuellen Bezirksligateams

Acht junge Akteure werden aus der zweiten Mannschaft aufrücken. Die Reserve wird dann möglicherweise aufgelöst.

Pewsum / GL/TG – In welcher Liga sich die Fußballer des TuS Pewsum in der neuen Saison auf Punktejagd begeben, ist noch unklar. Das Personalgerüst steht beim abstiegsgefährdeten Bezirksligisten aber fest. Neuer Trainer wird der 31jährige U23-Coach Bernd Janssen. Er nimmt auch gleich acht Akteure vom Spitzenreiter der Ostfrieslandklasse B (Staffel II) mit ins neue Team. „Unser Ziel war es, talentierte Spieler in der U23 zu fördern“, erklärt Manager Eggo Schreitling die Verjüngungskur. „Jetzt vollziehen wir den nächsten Schritt.“

Darüber freut sich auch der neue Trainer: „Es ist für mich eine tolle Herausforderung, mit dieser Mannschaft auf so hohem Niveau trainieren zu dürfen“, sagt Bernd Janssen. Zwei Jahre lang förderte er die jungen Kicker in der Reserve. Die fußballerische Reife bewiesen die jungen Kerle nicht nur in der B-Klasse. Als die Personalnot im Oktober groß war, sprangen beim Bezirksligaspiel in Großefehn etliche Talente der U23 ein. „Prompt haben wir 4:1 gewonnen“, blickt Eggo Schreitling an die „Feuertaufe“ der Jünglinge zurück.

Die Lücke, die diese acht Talente nun in der U23 reißen, wird kaum zu schließen sein. „Wir denken über die Auflösung der Mannschaft nach“, sagt Schreitling. Neben den acht Spielern rücken noch zwei A-Jugendliche in den Herrenkader auf. Ganz alleine auf den Nachwuchs will der TuS aber nicht setzen. Die erfahrenen Nico Fischer, Hainer Hamann, Ayaovi Bamezon, Heiko Thiele, Eyüp Eyüpoglu und Fred Ocloo bleiben dem TuS unabhängig von der Liga erhalten. „Mit weiteren Spielern der Bezirksligamannschaft führen wir Gespräche“, sagt Schreitling. Auch den ein oder anderen Neuzugang könne es noch geben.

Restlos geklärt ist die Trainerfrage. Der neue Coach Bernd Janssen erhält Unterstützung vom aktuellen Trainer Thorsten Ulferts. Der künftige Co-Trainer wird zudem die sportliche Leitung von Eggo Schreitling übernehmen. „Ich konzentriere mich ganz auf die Finanzen und das Sponsoring“, sagt Schreitling.

Trainer Bernd Janssen verfügt über die C-Lizenz. Er stammt aus Marienhafe, arbeitet in der Krummhörn und bewies bei der U23 großes Geschick im Umgang mit jungen Spielern.

„Von seiner Arbeit sind wir absolut überzeugt“, sagt Eggo Scheitling. Nun hofft der Klub, dass der Verbleib in der Bezirksliga gelingt – wenn möglich, nicht erst in der Relegation. Denn für die Bezirksliga gibt es nun eine erfolgversprechende Basis.

Neuzugänge: Malte Risto, Matthis Hanßen, Joost Swyter, Johannes Lübbers, Roman Dirksen, Luca Wolthoff, Christoph Huber, Timo Artmann (alle U23), Ole de Vries, Lasse Hoogestraat (beide JFV Krummhörn).

Ein Titel für den TuS Pewsum / OZ vom 15.03.2018

Schwimmen: Lars Rohlfs wurde Bezirksmeister in Osnabrück

Osnabrück – Am Wochenende fanden die Bezirks-Jahrgangsmeisterschaften in Osnabrück statt. Fünf Schwimmer des TuS Pewsum nahmen daran teil. Alle hatten die Pflichtzeiten bei vorherigen Wettkämpfen erreicht.
Da ein Teil der Schwimmer nur einen Start oder zwei Wettbewerbe hatte, waren ihre Eltern nach Osnabrück gefahren, damit sie nicht den ganzen Tag im Bad bleiben mussten. Hella Oltmann-Rohlfs und Annika Heinle teilten sich die Aufgabe als Kampfrichter. Jede war Zielrichterin bei einem Abschnitt.
Bei den Meisterschaften schnitt Lars Rohlfs am besten ab (siehe Ergebnisse). Er belegte über 50m Freistil den ersten Platz mit einer neuen Bestzeit von 0:28,71 Minuten. Über 50m Schmetterling wurde er Dritter in einer Zeit von 0:35,17 Minuten. Amelie Heinle überraschte über 200m Freistil, die sie vorher noch nie auf einer 50-Meter-Bahn geschwommen war.

Ergebnisse des TuS Pewsum

Lea Dirks (2001): 10. Platz, 50m Freistil 0:31,20 Minuten.
Hannah Groenewold (2008): 10. Platz, 100m Brust, 1:56,79 Minuten; 7. Platz, 50m Brust 0:53,14.
Amelie Heinle (2008): 7. Platz, 50m Freistil 0:38,85; 6. Platz, 200m Freistil 3:23,93.
Lars Rohlfs (2005): 6. Platz, 50m Rücken 0:37,30; 7. Platz, 100m Freistil 1:09,44; 3. Platz, 50m Schmetterling 0:35,17; 1. Platz, 50m Freistil 0:28,71;             11. Platz, 200m Lagen 2:59,63; 4. 50m Brust 0:42,48; 7. Platz, 200 m Freistil 2:43,14.
Tomke Westermann (2005): 11. Platz, 50m Rücken 0:41,96.

Bayern-Stars schenkten Pewsumer ihr Trikot / OZ vom 22.02.2018

fußball  Karsten de Voß bekam Original-Jerseys von Martinez und Hummels

Der im Rollstuhl sitzende Ostfriese freute sich zu Beginn der Saison in Bremen. Am Wochenende machte ihm dann der Spanier eine Freude.

pewsum / SPS – Karsten de Voß ist schon seit eh und je Bayern-Fan. Der Pewsumer, der im Rollstuhl sitzt, hat auch schon etliche Partien des deutschen Rekordmeisters live im Stadion gesehen. Ob London, Eindhoven oder Berlin: Der 34-Jährige jubelte seinem Lieblingsverein schon in vielen Stadien zu. Diese Saison wird der Trainer des TuS Pewsum U32 auf besondere Art für seine Fan-Liebe beschenkt. Denn am Wochenende beim 2:1-Auswärtssieg beim VfL Wolfsburg bekam er bereits zum zweiten Mal in dieser Spielzeit das Originaltrikot eines Bayern-Stars geschenkt.
„Das hat mich natürlich sehr gefreut, dass Javi Martinez mir sein Trikot gegeben hat, welches er im Spiel getragen hat“, sagt der Krummhörner. Als Rollstuhlfahrer hat er in vielen Stadien einen Platz in der Nähe des Spielfeldrands. So war es auch in Wolfsburg vor der Bayern-Kurve. Als die Bayern-Stars sich bei den mitgereisten Fans vor der Kurve obligatorisch für die Unterstützung bedankten, hielt Karsten de Voß ein vorbereitetes Schild mit der Spanien-Flagge und einem spanischen Satz hoch. „Javi Martinez, por favore dame tu jersey“, war dort zu lesen – „Javi Martinez, bitte schenke mir dein Trikot.“
„Martinez hat es erst gar nicht gesehen. Aber sein spanischer Landsmann Juan Bernat sah es und zeigte es Martinez. Daraufhin warf er mir das Trikot zu“, erzählt de Voß, der viele Jahre lang als Betreuer der Ersten Herren des TuS Pewsum fungierte.
Für den Ostfriesen ist es bereits das zweite Trikot, das er in dieser Saison ergattert hat. Als Bayern am zweiten Spieltag in Bremen siegte, adressierte er ein Plakat Richtung Mats Hummels. Der Nationalspieler sah es, überreichte Karsten de Voß sein Trikot und klatschte mit ihm ab. „Das war eine tolle Aktion. Das Foto tauchte sogar bei Bayern bei Snapchat auf.“
Die Bundesligisten bieten extra Plätze und Eintrittskarten für Rollstuhlfahrer an. „Das ist eine tolle Sache“, sagt de Voß. Besonders zu Champions-League-Spielen ist er gerne in München – in der Bundesliga dafür eher auswärts unterwegs. „Sechs bis sieben Partien sehe ich so in der Saison etwa.“
In Wolfsburg hatte Karsten de Voß übrigens noch zwei weitere „Eisen im Feuer“. Auch für den Spanier Thiago und den Kolumbianer James Rodriguez hatte der Ostfriese Plakate mit spanischen Botschaften vorbereitet. „Aber Rodriguez war nicht im Kader und Thiago schon ausgewechselt. Also hielt ich das Martinez-Plakat nach oben. Zum Glück hat es Bernat gesehen.“